top of page

Mein Leben mit Endometriose

  • Autorenbild: Lisa Tobschall
    Lisa Tobschall
  • 8. Juli 2025
  • 4 Min. Lesezeit
Frau krümmt sich im Bett
Endometriose bedeutet starke Schmerzen

Als Mental Health Trainerin begleite ich Menschen dabei, ihr inneres Gleichgewicht und ihre Resilienz zu stärken. Doch hinter meinem beruflichen Erfolg verbirgt sich eine Herausforderung, die mein Leben stark prägt: mein Leben mit Endometriose.

Was ist Endometriose und wie viele Frauen sind betroffen?

Endometriose ist eine chronische, oft schmerzhafte Erkrankung, bei der Gewebe, das der Gebärmutterschleimhaut ähnelt, außerhalb der Gebärmutter wächst. Weltweit sind etwa 10 % der Frauen im gebärfähigen Alter betroffen – das entspricht über 190 Millionen Frauen.

Trotz dieser Häufigkeit bleibt Endometriose in vielen Fällen lange unentdeckt. Schmerzen und Erschöpfung werden oft verharmlost, was die Diagnose erschwert und den Leidensweg verlängert.

Mein Leben mit Endometriose – so fühlt sich der Schmerz wirklich an

Ich wurde bereits dreimal operiert – mit der Hoffnung, die Schmerzen endlich loszuwerden. Doch das Leben mit Endometriose ist kein linearer Weg. Es gibt keine Garantie, dass die Schmerzen dauerhaft wegbleiben. Stattdessen kenne ich diese Momente, in denen ich von Schmerzattacken überrollt werde.

Normalerweise spüre ich starke, stechende Schmerzen im Unterbauch, die so intensiv sind, dass ich nicht einmal mehr laufen kann. Es fühlt sich an, als würde jemand ein Messer quer in meinen Bauch bohren. Die Schmerzen kommen in Schüben – diese Attacken dauern oft mindestens eine halbe Stunde und sind so stark, dass ich mich kaum bewegen kann. Dazwischen gibt es kurze Pausen, in denen ich versuche, mich zu sammeln und Kraft zu tanken.

Wenn ich es schaffe, meine Schmerzmittel rechtzeitig zu nehmen, kann ich die Schübe oft abmildern. Aber meistens komme ich zu spät, und liege dann einfach da, warte und hoffe, dass die Qual schnell vorbeigeht.

Endometriose und Selbstständigkeit: Die Freiheit, mein Tempo zu bestimmen

Das Leben mit Endometriose stellt mich jeden Tag vor die Herausforderung, meinen Körper zu akzeptieren und gleichzeitig meinen Beruf als Creative Director und Mental Health Trainerin mit vollem Einsatz zu leben.

Glücklicherweise bin ich selbstständig, was mir erlaubt, meine Arbeitszeiten flexibel zu gestalten. Wenn ich meine Periode habe, nehme ich mir frei – eine Freiheit, die viele Frauen, die in festen Jobs arbeiten, nicht haben.

Ich kenne viele Frauen, die jeden Monat Schmerzmittel schlucken und trotzdem zur Arbeit gehen – weil die Gesellschaft erwartet, dass wir „funktionieren“, egal wie wir uns fühlen. Doch das Leben mit Endometriose zeigt mir, wie wichtig es ist, auf sich selbst zu hören und Grenzen zu setzen.

Was mir im Leben mit Endometriose geholfen hat

Mein Umgang mit der Krankheit hat sich über die Jahre entwickelt. Ich habe gelernt, wie ich besser auf meinen Körper hören und meine Lebensweise anpassen kann:

1. Histaminarme Ernährung

Ich habe festgestellt, dass eine histaminarme Ernährung meine Schmerzen und Entzündungen deutlich verringert. Histaminreiche Lebensmittel können bei Endometriose Symptome verschlimmern.

2. Magnesium, Kreatin und Omega-3-Fettsäuren

Diese Nahrungsergänzungen unterstützen meine Muskulatur und helfen, Entzündungen zu reduzieren. Omega-3 ist außerdem gut für das Nervensystem und die mentale Gesundheit.

3. Yoga und sanfte Bewegung

Regelmäßiges Yoga hilft mir, meinen Körper zu dehnen, die Schmerzen zu lindern und Stress abzubauen. Bewegung ist oft der Schlüssel, auch wenn es an manchen Tagen schwerfällt.

4. Kreativ sein gegen die Schmerzen

Als Creative Coach weiß ich, wie wichtig es ist, einen kreativen Ausdruck zu finden. Kreativität lenkt mich ab, gibt mir Sinn und Energie und hilft, die Schmerzschübe besser auszuhalten und emotional zu verarbeiten.

5. Rechtzeitiges Einnehmen von Schmerzmitteln

Ich habe gelernt, Schmerzmittel frühzeitig zu nehmen, um Schmerzattacken besser zu kontrollieren und deren Intensität zu mindern.

6. Ruhephasen akzeptieren

Mein Körper braucht Pausen, und ich habe gelernt, diese Ruhe anzunehmen, ohne mich schuldig zu fühlen.

7. Leben im Einklang mit dem Zyklus und der Natur

Mein Leben und Arbeiten richte ich zunehmend nach meinem natürlichen Zyklus aus, was mir hilft, besser mit den Höhen und Tiefen umzugehen.

8. Klare Grenzen setzen

Ob im Job oder privat: Ein klares „Nein“ ist für mich ein Akt der Selbstfürsorge und notwendig, um meine Energie zu schützen.

Warum ich Frauen mit Endometriose coache

Leben mit Endometriose ist eine tägliche Herausforderung – und oft ein einsamer Kampf. Als Mental Health Trainerin und Creative Coach unterstütze ich Frauen dabei, ihre Grenzen zu erkennen, sie zu akzeptieren und ihr Leben bewusst zu gestalten – trotz oder gerade wegen dieser Krankheit. Ein kreativer Ausdruck kann dabei ein kraftvoller Weg sein, Gefühle zu verarbeiten und sich selbst neu zu entdecken.

Meine Erfahrung zeigt: Es geht nicht darum, den Schmerz zu verdrängen oder zu übergehen, sondern ihn als Signal zu verstehen, innezuhalten, Kraft zu tanken und langfristig gesünder und selbstbestimmter zu leben.

Endometriose – eine stille Epidemie

Studien belegen, dass Endometriose nicht nur körperlich, sondern auch psychisch belastet: Depressionen, Ängste und soziale Isolation sind häufige Begleiter. Deshalb ist es so wichtig, offen darüber zu sprechen und Wege zu finden, die Lebensqualität zu verbessern.

Mein Fazit zum Leben mit Endometriose

Endometriose bestimmt zwar oft meinen Alltag, aber sie definiert mich nicht. Ich habe gelernt, auf meinen Körper zu hören, ihn zu respektieren und mein Leben so zu gestalten, dass ich trotz Schmerzen Kraft und Freude finde.

Wenn du selbst mit Endometriose lebst und lernen möchtest, deine Grenzen zu setzen, dein Leben und deinen Beruf im Einklang mit deinem Körper zu gestalten – melde dich gerne bei mir. Gemeinsam finden wir Wege, wie du deine Gesundheit schützen und dabei trotzdem deine Visionen leben kannst.

Schreib mir jetzt für ein unverbindliches Kennenlerngespräch!

Quellen & Studien zum Thema Endometriose:
  • World Health Organization (WHO), Endometriosis Factsheet, 2021
  • Mayo Clinic: Endometriosis Overview
  • Journal of Endometriosis and Pelvic Pain Disorders, 2023
  • American College of Obstetricians and Gynecologists (ACOG), Management of Endometriosis, 2022
 
 
3.png

Geschäftsführerin: Lisa Tobschall 
Alramstraße 17, 81371 München
Festnetz: 089 24598713
Mobil: 0176 81175654
E-Mail: hallo@noor.jetzt

Website: www.noor.jetzt

© 2026 noor. Alle Rechte vorbehalten.
 

bottom of page