Mental Overload in der Medienbranche – Wenn der Kopf streikt und die Ideen ausbleiben
- Lisa Tobschall

- 24. Juli 2025
- 3 Min. Lesezeit

Mental Overload – ein Begriff, der immer häufiger fällt, vor allem in der Medien- und Kreativbranche. Kein Wunder: Der kreative Alltag wird zunehmend komplexer. Zwischen Zoom-Calls, Deadlines, Slack-Nachrichten, Kundenfeedback und Social Media bleibt kaum noch Raum für das, worauf es eigentlich ankommt: Kreativität.
Doch genau diese leidet, wenn unser Gehirn im Dauerfeuer läuft. Was du dagegen tun kannst, wie du deine mentale Gesundheit stärkst und warum Leerlauf kein Luxus, sondern kreative Notwendigkeit ist, erfährst du hier.
Was ist Mental Overload in der Medienbranche?
Mental Overload beschreibt einen Zustand der kognitiven Überforderung. Unser Gehirn ist mit zu vielen Reizen, Informationen oder Aufgaben gleichzeitig konfrontiert und kommt nicht mehr hinterher. Typische Symptome:
Konzentrationsprobleme
Reizbarkeit
Kopfschmerzen, Nackenschmerzen
Erschöpfung
Schlafstörungen
Gefühl innerer Leere oder emotionaler Taubheit
Gerade in der Kreativ- und Medienbranche, wo Multitasking oft als Standard gilt, ist die Gefahr groß, dass der kreative Kopf einfach „zumacht“.

Warum Kreativität Pausen braucht
Studien zeigen: Kreative Höchstleistung entsteht nicht unter Stress, sondern in Phasen von innerer Ruhe und mentalem Leerlauf.
Eine Untersuchung der University of California fand heraus, dass das sogenannte „Default Mode Network“ (DMN) – also das Netzwerk im Gehirn, das im Ruhezustand aktiv ist – essenziell für kreative Ideenfindung ist.
Heißt konkret: Beim Duschen, Spazierengehen oder Tagträumen ist dein Gehirn am kreativsten. Wenn du dich also immer wieder dabei ertappst, beim Arbeiten ins Leere zu starren – keine Panik. Dein Kopf arbeitet. Nur eben im Hintergrund.
Mental Overload in Zahlen
Ein paar Fakten, die aufhorchen lassen:
Laut einer Studie der HTWK Leipzig geben über 70 % der Kreativarbeitenden an, regelmäßig unter mentaler Erschöpfung zu leiden.
Die Techniker Krankenkasse berichtet, dass psychische Erkrankungen in der Kreativbranche überdurchschnittlich häufig zu Arbeitsausfällen führen.
Die durchschnittliche Aufmerksamkeitsspanne ist laut Microsoft-Studie auf 8 Sekunden gesunken – kürzer als bei einem Goldfisch.
Kreativität sinkt nachweislich, wenn das Gehirn dauerhaft mit „kognitivem Rauschen“ überfordert ist (Studie: Harvard Medical School, 2017).
Erste Hilfe bei Mental Overload – Soforthacks für deinen Kreativ-Alltag
Wenn dein Kopf sich anfühlt wie ein Browser mit 37 offenen Tabs – hier kommen konkrete Tipps:
🧠 1. Trink Wasser
Schon 2 % Flüssigkeitsmangel können zu Konzentrationsproblemen führen. (Quelle: Armstrong et al., 2012)
💨 2. Atme tief durch
Langsames, bewusstes Atmen aktiviert dein parasympathisches Nervensystem – das reguliert Stress.
💪 3. Geh in die Plank
Oder einfach kurz bewegen! Schon 1–2 Minuten körperliche Aktivität erhöhen die Sauerstoffzufuhr im Gehirn und fördern den Fokus.
🚶 4. Raus an die Luft
Ein Spaziergang um den Block bringt frischen Wind in den Kopf – wortwörtlich. Ideen kommen oft in der Bewegung.
Kreativität braucht Struktur – und Leerlauf
Gerade wenn du viel erschaffst – Texte, Konzepte, Visuals, Strategien – brauchst du auch bewusste Nicht-Tun-Zeiten. Denn: Kreativität ist zyklisch, nicht linear.
Ein bekanntes Modell aus der Kreativitätsforschung ist das Wallas-Modell (1926), das vier Phasen unterscheidet:
Vorbereitung
Inkubation (Ruhephase!)
Illumination (Aha!)
Verifikation
Die Phase 2 – also das scheinbare „Nichts-Tun“ – ist entscheidend. Sie fehlt oft im Arbeitsalltag.
Digital Detox – Die geheime Superkraft kreativer Menschen
Ständige Erreichbarkeit, Notifications und Medienkonsum erzeugen Mental Overload in der Medienbranche. Eine Studie des Deutschen Instituts für Vertrauen und Sicherheit im Internet zeigt:
Rund 60 % der Digital Creatives fühlen sich durch die permanente Erreichbarkeit mental erschöpft.
Digital Detox bedeutet nicht, komplett offline zu gehen. Sondern: bewusste, klar definierte digitale Auszeiten einzuplanen. Für Fokus. Für Klarheit. Für dich.
Sprich darüber – Resilienz ist Teamwork
Mentale Gesundheit darf kein Tabu sein. Sprich mit Kolleg:innen, vertrauten Menschen oder Coaches über deine Belastung. Denn soziale Unterstützung ist ein entscheidender Resilienzfaktor (Quelle: APA – American Psychological Association).
Resilienz heißt nicht „immer funktionieren“. Sondern: ehrlich sein, Grenzen erkennen und Verantwortung für die eigene Energie übernehmen.
Hol dir Hilfe, bevor der Akku leer ist
Es ist kein Zeichen von Schwäche, sich Hilfe zu holen – sondern ein Zeichen von Selbstführung. Coaching, Supervision oder Resilienztrainings sind keine Luxusangebote, sondern sinnvolle Investitionen in deine Gesundheit und Kreativität.
Fazit: Kreativität braucht innere Klarheit – keine Daueranspannung
Wenn du kreativ arbeitest, ist dein Kopf dein wichtigstes Werkzeug. Mental Overload ist keine Ausnahme – sondern ein stiller Begleiter vieler Kreativprofis. Doch du kannst etwas tun:
✅ Setze klare Grenzen ✅ Plane Leerlauf bewusst ein ✅ Bewege dich regelmäßig ✅ Reduziere digitale Reize ✅ Sprich offen über Belastung ✅ Höre auf deinen Körper
Denn:
Dein Körper ist der Schlüssel zu innerer Ruhe – hör auf ihn und deine Kreativität wird es dir danken.
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